Saison-Rückblick 2026

Die erste Drohne flog in diesem Frühjahr am 27. April, die letzte am 26. Juni. Das erste Kitz wurde anfangs Mai, und das letzte in der zweiten Junihälfte gerettet.  

Insgesamt wurden 314 Felder in Wittnau, Gipf-Oberfrick und Wölflinswil abgeflogen. Dabei konnten die Kitzretterinnen und Retter 31 Rehkitze, entweder mit Harassen decken oder aus dem zu mähenden Feld vertreiben, und mit geeigneten Massnahmen dafür sorgen, dass sie vor dem Mähen nicht wieder zurückkehrten. Gemäss Informationen der Landwirte wurden trotz aller Anstrengungen während der gesamten Mähsaison leider zwei Kitze vermäht.

Durch die Präsenz des Luchses in unserer Region und der hohen Anzahl von Füchsen, wurden dieses Jahr weniger Rehkitze gesichtet als in den Vorjahren (siehe auch Artikel «Rehe und ihre natürlichen Feinde» vom 14.3.2026.

Luchse haben aber auch einen positiven Effekt: Sie erwischen in erster Linie ältere und schwächere Tiere und sorgen so für eine gesunde Population. Durch ihre Anwesenheit sind die Rehe mehr in Bewegung, und es entstehen weniger Schäden durch Verbiss an den Jungpflanzen.

Der Fuchs ist nicht nur ein Prädator von Rehkitzen und Hühnern. Er reinigt als Aasfresser unsere Wälder und Wiesen und trägt als Allesfresser zur Verbreitung von Samen von Bäumen und so zur biologischen Vielfalt bei. Ausserdem dämmt er die Population der schädlichen Mäuse ein (bei einem Kitzrettungseinsatz wurde er dabei von unserer Drohnenpilotin beobachtet).

Herzlichen Dank allen DrohnenpilotInnen sowie Helferinnen und Helfern, die während zwei Monaten oft sehr früh aus den Federn mussten und durch ihren unermüdlichen Einsatz viele Rehkitze gerettet haben.